Rückschau

iNEXT-Konferenz “Molekularbiologie macht Schule”

Vom 19. bis 20. Mai 2011 fand am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg
die iNEXT-Abschlusskonferenz „Molekularbiologie macht Schule“ statt.
Die Konferenz bot ein Podium für die vier iNEXTPartnerschulen,die während der letzten zweieinhalb Jahre zusammen mit Mitarbeitern des Europäischen Lernlabor für die Lebenswissenschaften (ELLS) und Wissenschaftlern des EMBL an der Konzeption und Entwicklung von insgesamt vier lehrplanrelevanten Unterrichtseinheiten und begleitenden Experimenten arbeiteten.

Ermöglicht wurde die Zusammenarbeit von Schülern,Lehrern und Wissenschaftlern durch das iNEXT-Projekt (interaktives Netzwerk für Experimentelles Training), welches von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms "NaT-Working – Naturwissenschaften und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich” gefördert wird.

Die circa 130 Teilnehmer der Konferenz wurden von den am Projekt beteiligten Schülergruppen zuerst durch Vorträge in die geleistete Entwicklungsarbeit und und die daraus resultierenden Lehrmaterialien eingeführt. Darüber hinaus gaben Wissenschaftler des EMBL durch Vorträge, Einblicke in Ihre Forschungsbereiche
und stellten damit den aktuellen wissenschaftlichen Bezug zu den vorgestellten Projekten her. Während der Konferenz hatten die Teilnehmer die Möglichkeit an praktischen Workshops in den Lehrlaboren des EMBL Advanced Training Centers teilzunehmen. Die iNEXT-Schüler schlüpften dabei in die Rolle der Instruktoren und ermunterten die aus ganz Deutschland angereisten Lehrkräfte, die entwickelten Experimente aus Sicht Ihrer Schüler praktisch auszutesten. Diese umgekehrte Rollenverteilung wurde nicht nur von den (echten) Schülern mit Begeisterung angenommen.
Der Hauptvortrag der Konferenz wurde von Professor David Krieger, eLearning-Experte aus dem schweizerischen Luzern, präsentiert. Er stellte nicht nur die vielfältigen Erscheinungsformen des eLearning vor, sondern zeigte auch Szenarien des Einsatzes von eLearning-Elementen im naturwissenschaftlichen Unterricht auf. Besonders verwies er dabei auf die im Rahmen des iNEXTProjektes entwickelte virtuelle Lernumgebung “log2EMBL”, die während der Konferenz zum ersten Mal vorgestellt wurde und viele positive Rückmeldungen von seiten der Lehrerschaft erhielt. Mithilfe dieses internetbasierten, virtuellen Forschungsinstituts wird das forschend-entdeckende Lernen anhand ausgearbeiteter praxisbezogener Projekte gefördert. Schülergruppen erproben, wie Forschung funktioniert und können darüberhinaus die einzelnen eLearningProjekte mit separaten, für den Einsatz im Schullabor entwickelten, praktischen Experimentierkits erweitern.

Die Kombination von Vorträgen, aktiven Experimentierphasen und reichlich Gelegenheit des Austausches untereinander schuf eine kreative Atmosphäre unter Lehrern und Schülern, die gleichermassen von den gemeinsamen Konferenztagen profitierten.

Text: Dr. Philipp Gebhardt, EMBL-ELLS
Photo: Hugo Neves, EMBL Photolab