Projektteams

Vorstellung der Projektteams, die am iNEXT-Projekt beteiligt waren:

Marie Baum Schule (MBS)

Das iNEXT-Projektteam des Biotechnologischen Gymnasiums der Marie-Baum-Schule bearbeitet das Projekt "Humane Papillomviren, Zellzyklus und Krebs — Molekularbiologische Aspekte als handlungsorientierte Module"
 

Projektteam der Marie Baum Schule HeidelbergZiel des Projektes, an dem SchülerInnen des Biotechnologischen Gymnasiums der Marie-Baum-Schule mit ihrem Lehrer Frank Luft in Heidelberg arbeiten, ist es, Unterrichtsmaterialien zum oben genannten Thema in modularer Form zu erarbeiten.
Die Einführung der Schutzimpfung gegen die humanen Papillomviren und die Vergabe des Nobelpreises an den Heidelberger Wissenschaftler Prof. Harald zur Hausen im Jahr 2008 haben dazu geführt, dass gerade die Schüler der gymnasialen Oberstufe großes Interesse am Verständnis dieses Themas haben.
Bei den erarbeiteten Materialien soll die handlungsorientierte Themenbearbeitung einen Schwerpunkt bilden. Hierbei sollen unter anderem praktische Schülerexperimente als Prototypen entwickelt werden, um den SchülerInnen Einblick in moderne molekularbiologische Arbeitstechniken zu vermitteln.

Der direkte Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des EMBL sind hierbei besonders bereichernd und bieten den SchülerInnen einen interessanten Einblick in die molekularbiologische Forschung.

Reihe hinten v. l. n. r.: Frieda Sorgenfrei, Frank Luft, Swantje Freyer, Susanne Schramm, Sara Cuylen (EMBL), Gurpinder Kaur

Reihe vorn v. l. n. r.: Pia Bloos, Katharina Sandritter, Anke Schräder, Emmy Lai, Fadime Kalmaz,  Franziska Hameister

 

Lichtenberg-Oberstufengymnasium (LOG)

 

Lichtenberg-Oberstufengymnasium

Die INEXT-Gruppe am Lichtenberg-Oberstufengymnasium besteht derzeit aus 10 Schülerinnen und Schülern und 3 Lehrerinnen.

Die Schülergruppe setzt sich aus Schülerinnen und Schülern der Jg. St. 11, 12 und 13 zusammen, die daran interessiert sind, einen Einblick in moderne molekularbiologische Forschung zu erhalten. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt darauf, den Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung am Beispiel der Hämochromatose nachzuvollziehen. In diesem Zusammenhang erkunden Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen gemeinsam Möglichkeiten, wie der Forschungsprozess und die molekularbiologische Grundlagen sowohl theoretisch als auch experimentell in der Schule dargestellt werden können.
Hämochromatose ist eine der häufigsten Erbkrankheiten bei der die Eisenaufnahme aus der Nahrung in den Darm erhöht ist und sich infolge dessen Eisen verstärkt in verschiedenen Organen des Körpers, wie z.B. Herz, endokrine Organe und Leber, ablagert. Die überhöhte Eisenkonzentration ist giftig und führt zu Zellschädigungen und in der Folge zu Funktionsstörungen der jeweiligen Gewebe.
Die Symptome der Hämochromatose sind zwar schon seit Ende des 19. Jh  bekannt, deren genetische Ursachen wurden aber erst in den 1990iger Jahren entdeckt. Die genauen Auswirkungen des Gendefektes sind derzeit Gegenstand der aktuellen Forschung.
 

Altes Kufürstliches Gymnasium (AKG)

 

Marie Baum Schule Team Die seit Anfang 2008 bestehende iNext-Gruppe am AKG mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 12 und 13 mit LK-Schwerpunkten in den Naturwissenschaften geht in die zweite Generation.
Während die zehn Schülerinnen und Schüler der ersten Generation bereits vor Projektbeginn an den Insight-Lectures des SET-Routes-Programms teilnahmen, das erste iNEXT Learninglab besuchten und das Projekt auf dem 10. Natworking-Symposium der Robert-Bosch-Stiftung in Berlin vertraten, fand am gemeinsamen Learning Lab im November 2009 die Übergabe an die neuen Zwölftklässler statt (siehe nebenstehendes Foto: von vorne links: Maurice Baier, Niels Weidmann, Florian Busch, Dian Theune, Sabine Knippel (alle Klasse 13), dahinter der betreuende Lehrer Dr. Treubert-Zimmermann, Hannah Zilles, Katrin Werner, Nadja Salomon, Constatin Voll, Sarah Wittman (alle Klasse 12) und Frau Kreutz als assoziierte Lehrerin). Nachdem die 13er in diesem Jahr ihre Abiturprüfungen absolvieren, führen derzeit 8 Zwölftklässler (neben den oben genannten sind das Franziska Kupka, Max Karstens, Dustin Rading und Max Richter) die Experimente zur Evolution des Nervensystems und bereiten diese für den Einsatz im Schulunterricht auf.

Das iNEXT-Projekt der AKG-Gruppe heisst "Vergleichende Immunhistochemie als Schulexperiment für molekulare Fingerabdrücke". Molekulare Fingerabdrücke einzelner Zellen oder von Zellverbänden spielen in der aktuellen biologischen Forschung eine zentrale Rolle: so kann in der Medizin gesundes Gewebe von krankem differenziert werden, in der Entwicklungsbiologie das Schicksal einer Zelle genau vorhergesagt und die so komplexe Organbildungsprozesse verstanden oder in der Evolutionsbiologie entwicklungsgeschichtliche Homologien nachvollzogen werden. Am Beispiel des Zentralnervensystems zeigen wir in einem zusammen mit Schülern für die Schule entwickelten Protokolls das Prinzip dieser Studien und Fragestellungen. In vergleichenden Immunfärbungen an Wirbellosen und Wirbeltieren kann der gemeinsame evolutionäre Ursprung des Großhirns nachgewiesen werden. Schüler stellen hier die wesentlichen methodischen Schritte und den biologischen Hintergrund der Vorbildstudien aus der Arbeitsgruppe um Detlev Arendt vor.

 

Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH)

Das iNEXT-Projektteam des Internationale Gesamtschule Heidelberg

Zum Team der Internationalen Gesamtschule in Heidelberg gehören Simon Huck, David Blattner, Tobias Zengerling, Michael Bartolf-Kopp, Maria Schlenzka, Alena Kaiser, Nadine Bauer, Judith Schwab, Lisa Cholewa, Hagen Röder, Lisa Fahrig, Johannes Jacubasch, Lisa Dudek, Sasan Rezavandy.

Die Schüler besuchen zur Zeit (März 2010, also Schuljahr 2009/10) die Klasse 12 und werden im Frühjahr 2011 das Abitur absolvieren. Seit dem Schuljahr 2008/09 wurden die Schüler von ihren betreuenden Lehrkräften Monika Krämer und Werner Giese auf das Projekt vorbereitet. Das iNEXT-Projekt der IGH behandelt die "Molekulare Evolution des Hämoglobins". Dabei werden die Hämoglobine verschiedener Spezies mit dem menschlichen Hämoglobin auf ihre verwandtschaftlichen Beziehungen hin untersucht. Zu diesem Zweck wird aus entsprechenden Gewebeproben DNA isoliert und mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion relevante Sequenzen vervielfältigt. Die DNA-Fragmente werden aufgereinigt und einer DNA-Sequenzanalyse unterworfen. Die Sequenziergebnisse werden dann mit bioinformatischen Methoden auf ihre Verwandtschaft hin interpretiert. Das Projekt zeigt, wie man verschiedene biotechnologische Verfahren am Beispiel Hämoglobin in den Unterricht integrieren kann.

Für die Schüler besonders wertvoll ist der Einblick in "echte" Forscherlabore, wo sie moderne molekularbiologische Methoden, wie z.B. Polymerase-Kettenreaktion, Gelelektrophorese und bioinformatische Recherchen im Internet selber erproben können.